Fuck me .by. Anna
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Mit leerem Blick und traurigen Augen sieht sie durch die Welt.

Erkennt niemanden.
Kennt auch niemanden. Will eigentlich auch niemanden mehr kennen.

Sie igelt sich ein, bleibt zu Hause.
Hier kommt ihr manches noch bekannt vor, auch wenn sie oft nicht weiß, was man mit dem Toaster machen soll.

Vergisst manchmal, wie sie den Fernseher ausmachen kann. Weiß auch schon lange nicht mehr, wie man die Uhr liest.
Wenn sie doch draußen ist, und durch die Gassen irrt, wundert es sie jedesmal, wie sehr sich die Stadt verändert. Von Heute auf Morgen. Einfach anders.

Da sind Straßennamen, die sie noch nie gehört hat. Früher war sie da oft, aber hießen die Straßen da auch so?
Welcher Tag ist heute?

Was sagen ihr all die fremden Gesichter?
Sie verzweifelt manchmal an ihrer Umgebung. All das, was ihr früher ein Zuhause war, ist nun ihre größte Angst. All diese Fremden um sie herum, sie zerstören ihre Seele. Machen alles in ihr kaputt. Tun oft so, als würden sie sie kennen.
Doch woher?

Sie könnte sich erinnern. Bestimmt.
Gestern noch wußte sie, wie man Kaffee kocht. Heute weiß sie nicht einmal mehr, was Kaffee ist.

Ich war sie besuchen. Stand vor ihrer Tür. Hatte ihre Lieblingsblumen dabei. Weiße Rosen.
Sie öffnete lange nicht. Ich merkte aber ihren stechenden Blick, als sie durch das Fenster lugte. Das tat sie früher auch schon. Nur um zu sehen, wer da ist.

Doch erkannt, erkannt hat sie mich nicht. Schon wieder nicht.
Ich wartete. Sie öffnete. Hatte sich überwunden, einem weiteren Fremden die Tür zu öffnen.


Trug wieder mitten am Tag ein Nachthemd. Sah verwirrt und unglücklich aus und schaute mich fragend an.
Ich gab ihr die Blumen. Sie lächelte. Fragte, was für Blumen das seien. "Weiße Rosen" sagte ich.
"Schöne Blumen. Gefallen mir." sagte sie und stellte sie in den Zahnputzbecher.

Ich weiß nicht, ob sie das eigentlich wollte. Die Blumen in den Becher stellen.
Sie bot mir einen Tee an, brachte mir aber einen Kaffee. Mit zuviel Salz. Ohne Zucker.
Ich schlürfte daran, tat ihr den Gefallen, das Gesöff zu mögen.
"Nun, Kindchen..." sagte sie und setzte sich neben mich an den alten Küchentisch. Hier hatten wir schon früher ewig gesessen. Da hat sie mir dann immer Pfannkuchen gemacht. Mit Apfelmus.

Heute weiß sie nicht, wie man Pfannkuchen macht. Nicht mehr.
"...was möchten Sie denn von mir...?" fragte sie weiter.
Meine Augen hielten ihre Augen fest. Sahen nur Leere. Wieder nur Leere. Ein kleines Stückchen mehr Leere als noch vor 2 Tagen. Wie ein Schleier legt sich die Leere langsam aber sicher immer mehr über ihre AugenIch seufzte. Sie sah mich traurig an. "Stimmt was nicht, Kindchen?"

"Schon gut, Oma. Schon gut..." sagte ich.

Ich blieb noch lange. Half ihr beim Wäsche waschen und erklärte ihr das Bügeleisen. Blieb, bis alles gebügelt war. Räumte ihre Sachen in den Schrank. Schrieb eine Liste mit Dingen, die ich für sie einkaufen muss.
Die Liste habe ich mitgenommen, nachdem ich sie ins Bett gebracht hatte.

Die Gedanken in meinem Kopf waren wirr.
So muss es immer für sie sein. Wirr.

Sie war mal meine Oma. Jetzt ist sie mir fremd.



Sie hat Alzheimer.

die feinsten X she X Moment-Aufnahmen X kreativ
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